Als Hegel aufwacht, ist es taghell. Die Sonne blendet ihn und er kann erst gar nichts sehen. Er hat aber irgendwie das Gefühl, als sei ihm schwindelig.

Als er die Augen endlich ganz aufmachen kann, ist er ganz außer sich. Wo ist er denn jetzt? Rings um ihn herum ist Wasser und es schaukelt ganz schön. Hegel ist mittlerweile auf einer Fähre.

Das ist ein Schiff, das Autos transportieren kann. Das hier ist die „Hilligenlei“, die ist sehr klein. Weil es hier im Meer gar nicht tief ist und sie deshalb manchmal auch auf dem Meeresboden oder besser gesagt, dem Watt aufsitzt und hängen bleibt, sagen manche auch neckisch „Schlickrutscher“ zu der Fähre. Heute ist es auch so ein Tag, da ist das Wasser arg niedrig. Immer wieder fährt die Fähre an Sandbänken vorbei, die aus dem Meer herausschauen. Da muss der Kapitän aufpassen, dass er nicht aufsetzt. Auf einer Sandbank liegen sogar Seehunde faul in der Sonne. Hegel kommt aus dem Staunen nicht heraus, das mussten über 100 Seehunde sein.

Plötzlich fährt die ‚Hilligenlei‘ ganz langsam. Sie ist nicht mehr weit vom Land entfernt. Der Kapitän steuert auf die Anlegenstelle von der Hallig Langeneß zu. Es ist sehr niedriges Wasser und der Kapitän kann nur gaaaaanz langsam und vorsichtig an die Rampe hinfahren.

Hui ist das alles spannend und aufregend. Hegel weiß gar nicht wo er zuerst hinschauen soll.
Auf einmal geht ein leichter Ruckler durch die Fähre, alle Leute wackeln ein bisschen. Die Hilligenlei hat angelegt und der Maschinist und der Steuermann binden die Fähre mit einem dicken Seil an den Pfosten an. Die Rampe wird herunter gelassen und die Passagiere können von Bord gehen. Danach bringt ein Traktor Gepäck und Waren an Land. Und endlich können auch wir losfahren. Eine Halligfahrt beginnt….






schon über den Deich














Wenn man gute Augen hat, kann man das ganz oben auf der Windfahne lesen, da steht die Zahl drauf. Die Windfahne dreht sich immer mit dem Wind und zeigt an aus welcher Richtung er weht. Heute kommt er aus südwest.























