Hegels kurze Episoden während der Reise
I. Hegel auf der Fähre
Hegel war wieder mal mit der Nase ganz vorne. Er spurtete voraus und sicherte sich bei der Fährüberfahrt von Gryllefort nach Andenes im Salon einen Platz mit Rundumsicht. Er konnte nach vorne, nach links und nach rechts rausschauen. Er wusste gar nicht wohin er zuerst schauen sollte, hüpfte auf der Bank hin und her und war ganz hippelig. Er plapperte in einem fort, wollte dies wissen und wusste jenes.

Dann ging es endlich los, die Fähre legte ab. Sobald sie aus dem geschützten Bereich der Insel draußen war auf dem offenen Meer, fing es ziemlich zu schaukeln an. Es war stürmisches Wetter draußen und die Wellen dadurch ziemlich hoch. Die Fähre ging vorne runter und wieder hoch. Und dann neigte sie sich einmal nach links und wieder nach rechts.
Hegel sah aus dem Fenster, einmal sah er nur das Meer und das andre Mal nur den Himmel, so stark schaukelte es. Er wurde plötzlich immer leiser und blieb ganz ruhig auf der Bank sitzen. Und er wurde etwas bleich im Gesicht. So wie ihm ging es noch vielen anderen Passagieren auch. Er war froh, als die Fähre wieder an Land anlegte.
II. Hegel mag Heidelbeeren
Einmal war Hegel bei einer kleinen Wanderung dabei, bei der sie an vielen Heidelbeerbüschen vorbei kamen.

Und überall hing es voll mit leckeren Heidelbeeren. Da war Hegel nicht mehr zu halten. Er stopfte sich gleich voll mit den leckeren Beeren.

Aber er half natürlich auch beim Sammeln der Beeren, damit sie auch für unterwegs noch etwas hatten.

Als sie wieder am Camper waren, haben sie die Beeren von den Blättchen gesäubert und in eine Schüssel gelegt.

Hegel staunte nicht schlecht, wie viele sie gesammelt hatten.
III. Hegel auf der Hängebrücke
Ein anderes Mal hielten sie auf der Fahrt in die Berge an einem Bergbach an. Auf die andere Seite kam man nur über eine Hängebrücke.

„Wie sieht die denn aus“ rief Hegel. Und schon war er auf dem Holzsteg. Als er den ersten Schritt auf die Brücke gemacht hatte, fing es schon zu schaukeln an. Da drehte er sich schnell um und rannte zurück. Er prallte voll gegen die Beine vom Großvaddr, der ihn auf die Schulter nahm.

„Gut festhalten“ sagte er und dann gingen sie über die Hängebrücke hinüber. Diese war an jedem Ufer mit dicken Stahlseilen befestigt, auf denen die Bretter zum Laufen lagen. Seitlich waren noch Netze gespannt, sodass man nicht runter fallen konnte. Als sie in der Mitte angekommen waren, schaukelte es ganz schön. Aber es konnte nichts passieren. Alles war gut befestigt. Zuletzt wollte Hegel gar nicht mehr von der Brücke runter, so hat ihm die Schaukelei gefallen.
IV. Hegel steht Kopf
Einmal war es an einem See ganz windstill. Keine einzige Welle war auf dem See, das Wasser war ganz ruhig und glatt, sodass sich der Berg darin spiegelte. Hegel wusste nicht mehr so recht, was jetzt oben und unten war.

Sollte er sich jetzt auf den Kopf stellen, damit es stimmte. Oder musste der Berg sich umdrehen? Oder der See nach oben?

Er drehte sich, stand kopfüber am Camper, schlug einen Salto und lag plötzlich auf dem Boden. Nun wusste er wieder, wo unten ist.
V. Hegel am Gletscher
Hegel hatte noch nie einen Gletscher gesehen. Natürlich wollte er mit zum Briksdalsbreen Gletscher. Er machte es sich heute aber recht bequem und setzte sich gleich von Anfang an auf den Rucksack drauf.
Als der erste Anstieg geschafft war und er von Weitem den Gletscher sah, sprang er runter und rannte voraus. Das heißt, er rannte meistens hin und her, vor und zurück. Und immer wollte er etwas anderes wissen. Und natürlich:
„Was ist denn so ein Kläddschr überhaupt?“
Er erfuhr, dass ein Gletscher entsteht wenn ganz viel Schnee fällt, der nicht mehr schmilzt. Und wenn das nicht nur ein oder zwei Jahre so ist, sondern ein paar Hundert Jahre lang, dann wird das so dicht zusammengepresst und es entsteht Eis. Das Eis kann ein paar hundert Meter dick werden. Die Gletscher, die es heute gibt sind schon vor 100.000 Jahren entstanden.
„Boooaaaaahhhh“, rief Hegel

Als sie am Gletschersee angekommen waren, staunte Hegel. Oben am Berg hingen große Eisblöcke zwischen den Felsen, die Eisschicht war supermächtighoch, wie er sagte. Er hatte so etwas noch nie gesehen.
Er konnte es sich gar nicht so recht vorstellen von hier unten, wie dick die Schicht war. Deshalb wollte er näher ran an den Gletscher. Oder besser gesagt die Gletscherzunge. So heißt das nämlich, wenn der Gletscher zwischen den Felsen nach unten ins Tal reicht.
Also gingen alle noch ein Stück weiter am See entlang. Plötzlich zappelte und hüpfte Hegel, schlug sich mit den Händen auf seine Arme und zitterte überall.
„Hegel, was ist denn los?“, rief der Großvaddr.
„Mir ist so kaaaahaaaltt und ich frrrrriiiiiiiere, brrrrrrr“ rief er und hüpfte umher.
„Komm mal rüber“….. und schon hatte Hegel ein wärmendes Mäntelchen um sich.

Nun konnte er auch das Fernglas ruhig halten und zum Gletscher hinaufschauen. Und jetzt sah er erst, wie groß und dick die Eisschichten waren.

„Boaahhhhhhh, das ist ja riesenmächtigdick“ rief er.
Bald machten sie sich auf den Rückweg. Als sie am Kiosk im Tal vorbeikamen, lugte er zu Großvaddr rüber.
„Bekomm ich ein Eis“ fragte er ganz knitz und grinste….












































































