38 – Hegel und das Ende der Krabbenbande

Das sind sie!,  raunt Hegel zu Bosse hinüber.
Die Halunken schauen sich immer wieder verstohlen nach allen Richtungen um. Nur einmal ist ein ganz leises Schnattern zu hören, worauf einer vom Nebenmann gleich eine Ohrfeige bekommt. ‚Klatsch‘ – das hören sogar Hegel und Bolle.

DSC_5837 Kopie-Krabbenband-Falle

Hegel will schon losrennen, aber da hält ihn Bolle Hecht zurück.
Hegel, wir müssen noch kurz warten, bis sie die Schatzkästchen aufmachen. Dann haben wir sie wirklich auf frischer Tat ertappt, mahnt Bolle.

Ein paar Minuten später sind die Halunken bei den Schatzkästchen und machen sie auf. Jetzt sehen Hegel und Bolle die fünf Typen genauer, sie sind kräftig und schauen alle finster drein. Ohje, wie sollen sie die nur fangen?

Bolle blickt zum Himmel und sucht nach Harke und Borke. Die sind nicht weit weg und bekommen alles mit. Mit den Flügeln geben sie Bolle ein Zeichen, sie sind bereit.

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Los Hegel, jetzt fangen wir sie, Harke und Borke sind auch da, flüstert er Hegel zu.
Hier nimm auch ein paar Flügelschellen, er reicht Hegel ein paar rüber.

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Hegel steht auf, Also, auf Drei rennen wir los. Eins zwei … und schon rennt er los, Bolle gleich hinter ihm her.
Es ist nicht weit zu den Halunken. Die haben ihre Köpfe noch in den Schatzkästchen und gar nicht mitbekommen, dass Hegel und Bolle kommen.

Jetzt haben wir euch, ihr Halunken!, ruft Bolle als sie nur noch wenige Meter weg sind. Die Bande lässt die Schatzkästchen fallen und rennt weg. Und wie schnell die sind!

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Halt! Bleibt stehen! Ihr seid ertappt! ruft Hegel ihnen zu.
Die Halunken aber rennen weiter und heben plötzlich ab.

So eine Sch…eibenkleister! ruft Hegel völlig außer Atem. Bolle Hecht hechelt drei Meter hinter ihm her und bekommt keinen Laut aus sich raus.
So ein Pech aber auch! schimpft Hegel, fast hätten wir sie gehabt.
Bolle nickt, immer noch außer Atem.

Dann hören die beiden über sich pötzlich ein Zischen und Rauschen wie bei Starkwind. Als sie zum Himmel blicken, kommen Harke und Borke daher und hinter ihnen ihre Kumpels. Das ist die komplette Boßelmannschaft von Schlammbüssel.

Sie fliegen furchteinflößend schnatternd über sie weg und der Krabbenbande hinterher. Jeder hat einen großen schweren Boßel in der Klaue. Kurze Zeit später haben sie die Halunken eingeholt und umkreisen sie. Die haben keine Chance zu entkommen. Und einen Boßel will auch keiner auf die Flügel kriegen, das tut fürcherlich weh.

Wenig später übergeben sie die Krabbenbande Hegel und Bolle. Die legen ihnen gleich die Flügelschellen an.
So, jetzt haben wir ihnen das Handwerk gelegt. Die Falle ist zugeschnappt! Und dank eurer aller Hilfe können wir sie jetzt hinter Gitter bringen. ruft Hegel den vielen Helfern zu. Die gesamte Mannschaft spendet flügelklatschend und schnattrig lachend großen Applaus.

Hegel und Bolle bringen die Krabbenbande anschließend in das Geflugfängnis der Hallig.

Geflugfängnis

Danke Bolle, ohne Deine Hilfe und die der anderen hätte ich das alleine nie geschafft, bedankt sich Hegel bei Bolle Hecht.
Ach das ist doch selbstverständlich. Ohne Deinen Einsatz Hegel wäre es gar nicht so weit gekommen, gibt Bolle den Dank zurück.

Hegel lehnt am Zaun und schnauft erst einmal aus. Puhhh, das wäre geschafft!
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Beide gehen anschließend zu Großonkel Hein. Der wartet schon gespannt und lässt sich alles haarklein berichten.

Am nächsten Tag kommt ein großer Bericht davon in der Zeitung ‚Der Hallig-Bote‘. Von Hegel ist sogar ein großes Foto drin.

Inselbote-hegel

Als Hegel das sieht, freut er sich riesig. Und ist auch ein klein wenig stolz darauf, dass er das mit Hilfe der anderen so gut geschafft hat.

Am andern Morgen verabschieden sich Hegel und dr Großvaddr von Großonkel Hein und Bolle und fahren mit der Fähre wieder zurück ans Festland. Harke und Borke fliegen noch eine Weile neben ihnen her und winken zum Abschied mit den Flügeln.

DSC_5852 Kopie-harkeborke-winken

Auf der Rückfahrt fällt Hegel gleich in einen Tiefschlaf, so müde ist er.

Er träumt von seinem Freund Bolle, von der Boßelmannschaft mit lauter Schatzkästchen in ihren Klauen und natürlich von Harke und Borke. So möchte er fliegen können ….

                    * * *    E N D E    * * * 


37 – Hegel und die Falle

Gleich nach Sonnenaufgang treffen sich Hegel und Bolle. Auch Harke und Borke sind schon in der Nähe und drehen über ihnen eine Runde.

Hegel legt gleich los, Bolle, ich habe mir folgendes überlegt. Wir stellen der Krabbenbande eine Falle. Dann legen wir uns auf die Lauer und schnappen sie. Was meinst Du dazu?

Das ist eine super Idee Hegel!, ruft Bolle Hecht begeistert.
Was für eine Falle stellen wir Ihnen?, will er wissen.

Hegel erklärt ihm, Wir legen einige Schatzkästchen bereit, die so aussehen, als wären sie noch mit Perlen gefüllt. Natürlich sind keine Perlen drin. Wir legen einen Kieselstein hinein und verschließen die Schatzkästchen wieder so, dass es nicht auffällt. Wir warten dann bis die Bande kommt und schnappen sie!

Ja genau so machen wir es, meint Bolle. Schau mal, ich war gestern Abend noch bei Deinem Großonkel Hein. Als ich ging, gab er mir seine Flügelschellen mit. Die können wir gut gebrauchen, wenn wir die Bande fangen. Dann legen wir ihnen diese an und sie können nicht mehr flüchten.
Bolle zeigt Hegel eine der Flügelschellen, die er von Hein bekommen hat.

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Das ist ja super!, ruft Hegel.
Komm wir machen jetzt ein paar Schatzkästchen fertig. Und dann suchen wir ein geschicktes Plätzchen, wo wir sie so hinlegen, dass sie die Krabbenbande sieht. Wir müssen es aber so machen, dass wir uns in der Nähe verstecken können.

Hegel und Bolle gehen in die kleine Werkstatt auf der Warf, wo sie die Schatzkästchen mit Kieselsteinen füllen und wieder verkleben. So sehen sie aus, als wären sie echt.

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Danach schauen sie sich in der Gegend um und suchen einen Platz, wo sie diese hinlegen und sich selbst in der Nähe verstecken können.
In der Nähe finden sie eine geschickte Stelle, um die Schatzkästchen hinzulegen. Sie selbst finden nicht weit weg davon hinter einem Steinhügel ein Versteck.

Auf dem Weg zum Versteck sagt Bolle, Ich lauf noch kurz zum Deich rüber und gebe Harke und Borke Bescheid. Dann können sie in der Nähe bleiben und uns unterstützen.

Ein paar Minuten später kommt er zurück zu Hegel, der schon im Versteck sitzt.
Die beiden wissen jetzt Bescheid. Sie informieren noch ihre Kumpel, falls wir noch mehr Hilfe brauchen. 

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Das ist sehr gut, Hilfe können wir gut brauchen, flüstert Hegel Bolle zu.

Er ist schon ganz aufgeregt und zittert und zappelt zwischen den Steinen rum.
Nun bleib doch ruhig sitzen und warte. Du verrätst mit dem Gezappele noch unser Versteck. Die Bewohner da drüben schauen schon zu uns rüber, ermahnt ihn Bolle.
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So vergeht eine geschlagene Stunde, ohne dass etwas passiert. Hegel muss sich am Riemen reißen, dass er nicht ständig hin und her hopst.

Die beiden sitzen gespannt in ihrem Versteck. Plötzlich hören sie etwas hinten am Deich.
‚Platsch potsch plutz plotsch plotz …‘ Und auf einmal kommen hinter der Deichkrone ein paar Köpfe hervor. Fünf Gestalten drücken sich vorsichtig unter dem Zaun hindurch. Mit gesenkten Köpfen schleichen sie zu der Stelle, wo Hegel und Bolle die Schatzkästchen hingelegt hatten.

Fortsetzung folgt ….